11´09´´01 – September 11

Ein Jahr danach. Elf renommierte Filmemacher aus aller Welt, z.B. der Franzose Claude Lelouch, der Aegypter Youssef Cahine, der Israeli Amos Gitai, die Inderin Mira Nair, Samira Makhmalbaf aus dem Iran und Idrissa Ouedraogo aus Burkina Faso, reagieren mit einem persönlichen Kurzfilm von je elf Minuten, neun Sekunden und einem Bild auf den zerstörerischen Terroranschlag auf das World Trade Center in New York vom 11.09.2001. Kurzfilme bringen ihre Botschaft in kurzer Zeit auf den Punkt oder sie gehen daneben.

Die elf Autorinnen und Autoren gehen das Risiko einer subjektiven Betrachtungsweise ein und reagieren aus ganz unterschiedlicher Perspektive mal poetisch, mal politisch, aber auch medienkritisch oder mit dem Mittel einer gleichnishaften Geschichte. Wie auch immer das Resultat ausgefallen ist – sie setzen auf je eigene Weise einen anregenden Kontrapunkt zu den bisher verbreiteten Stereotypen und ermöglichen eine andere Sicht der Dinge.

Herausragend ist, wie Ken Loach einen im Londoner Exil lebenden Chilenen an jenen schicksalhaften Tag 11.09.1973 erinnern lässt, an welchem mit Unterstützung der USA gegen den demokratisch gewählten Präsidenten Salvador Allende geputscht worden ist. Und wie Sean Penn (USA) von einem alten verwitweten Mann aus der Nachbarschaft des Trade Centers erzählt, der nach dem Einsturz der Twin Towers wieder Sonnenstrahlen in seiner bisher schattigen Wohnung hat! Eine sowohl menschlich berührende wie politisch brisante Metapher.

Hans Hodel, Filmbeauftragter Reformierte Medien

11´09´´01 – September 11, Frankreich 2002 von elf Regisseuren, 2h10´
Verleih: Frenetic Films, Bachstrasse 8, 8038 Zürich, Telefon: ++41 (0)1 483 06 60, Fax: ++41 (0)1 483 06 61, E-Mail: mailto@frenetic.ch, Internet: http://www.frenetic.ch

Seit 17. Oktober im Kino Arthouse Nord-Süd Zürich