Native America. Kampf um die Neue Welt

Für Menschen, die auf der Flucht vor Feinden sind, war die Rio Grande Schlucht in New Mexico ein ideales Versteck. Sie war die Heimat des Stamms der Comanchen. In Form von Felsbildern, die sie in den Stein ritzten, haben sie hier ihre Spuren hinterlassen. Sie waren Pferdezüchter, Händler, Krieger und meisterhafte Reiter, die ein grosses Gebiet im Westen Nordamerikas eroberten. Doch 1875 mussten die Comanchen in Reservate umziehen. In Florenz entschlüsselt die Kunsthistorikern Diana Magaloni den sogenannten Florentiner Codex, eine illustrierte Handschrift aus dem 16. Jahrhundert. Die aztekischen Autoren zeichnen darin auf Spanisch und auf Nahuatl, die Geschichte der spanischen Invasoren auf. Um alte handwerkliche Fertigkeiten der Inka geht es in Peru: Die Bewohner eines Quechua-Dorfs erneuern jährlich eine Hängebrücke aus geflochtenem Gras und führen damit eine 500 Jahre alte Tradition ihrer Vorfahren fort. Bei den Natchez, die nahe dem Mississippi leben, weiht ein Stammesältester die Jüngeren in die Geheimnisse der traditionellen Arzneimittelherstellung ein