Schweizer Film. Marie-Louise
Zusammen mit 300 Kindern aus Frankreich darf Marie-Louise (Josiane Hegg) im Kriegsjahr 1943 für drei Monate in die Schweiz reisen. Pflegeeltern nehmen die schwachen, unterernährten Buben und Mädchen in Empfang. Nur Marie-Louise wird nicht abgeholt. Kurzentschlossen nimmt die Rotkreuzhelferin Hedi Rüegg (Anne-Marie Blanc) das verängstigte Kind nach Hause, wohl wissend, dass der Vater (Heinrich Gretler) das nicht gern sehen wird. Doch Marie-Louise gewinnt schnell die Sympathie des bärbeissigen Fabrikdirektors.
In einer Zeit, in der Schweizer Kinoproduktionen ausserhalb der eigenen Grenzen kaum bekannt waren, fand «Marie-Louise» ein weltweites Echo. So wurde der Film im September 1945 in London, im November in New York gestartet. Und im folgenden März bekam Richard Schweizer für sein Original-Drehbuch sogar den Oscar zuerkannt
