Theo.Logik. Wie wollen wir sterben? Vom Umgang mit dem Tod
Noch nie wurde so viel über Intensivbetten und die Ausstattung der Intensivmedizin in Deutschland berichtet wie seit Beginn der Corona-Pandemie. Der Schutz des Lebens hat für die Regierung derzeit oberste Priorität: Niemand darf an Corona sterben, so scheint die Devise. Doch der Tod gehört dazu. Eigentlich sollte es für jeden eine Pflicht sein, fürs eigene Lebensende vorzusorgen und Fragen zu beantworten: Möchte ich beatmet werden? Dient eine Medikamentierung meinem Wohlbefinden oder verzögert sie mein Sterben? Indes diskutieren die Kirchen über den richtigen Umgang mit dem assistierten Suizid. Eine Pflicht sollte es für jeden sein, über den Tod nachzudenken. Aber kann es vielleicht auch eine Lust sein? Sterben und Bestattung sind vor allem im Netz längst kein Tabuthema mehr, im Gegenteil: In Blogs, Communities und sozialen Netzwerken ist die Lust am bunten Tod das popkulturelle Phänomen der Stunde. Frei nach dem Motto: Zu Todestrends und Sarg-Schick, fragen Sie ihren munteren Bestatter
