Einer wie Erika

Erika Schinegger (Markus Freistätter) ist schon immer etwas Besonderes gewesen. Bei ihrer Geburt schaut die Hebamme einen Moment länger hin als üblich, bevor sie ein «Mädchen» verkündet. Der Vater, ein Landwirt in Kärnten, ist enttäuscht, er hatte sich auf einen Sohn gefreut. Die Mutter ist glücklich. Ein wilder Feger, der sich bald mehr für das Innenleben des Traktors auf dem elterlichen Hof interessiert als für Puppen oder Kleider. Das gibt ständig Ärger. Erika selbst spürt bald, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Doch sonst fällt niemandem etwas auf. Erika wird eine begeisterte Skifahrerin. Sie fährt wilder und schneller als alle anderen Mädchen; wird ins Nationalteam aufgenommen. 1966 wird sie Weltmeisterin im Slalom. Dann wird vor der Olympiade in Grenoble der sogenannte «Sex-Test» eingeführt: Die Chromosomenauswertung ist eindeutig – Erika Schinegger ist männlich … Reinhold Bilgeri hat die wahre Geschichte über gesellschaftliche Konventionen und Genderverständnis als sensible Emanzipationserzählung inszeniert