Evangelische Perspektiven. Religiöse Speisevorschriften

Zwischen Judentum und Islam gibt es zahleiche Konfliktpunkte, aber religionsgeschichtlich auch eine enge Verwandtschaft. Bei kaum etwas zeigt sich das so deutlich wie bei den Speisevorschriften: koscher und halal – also dem, was für den Verzehr erlaubt oder rein ist. Und das hat durchaus nicht nur mit Hygiene zu tun. Wurde ein Tier auf die richtige Art und Weise geschlachtet? Wurde der Wein vor der Abfüllung bis zum Siedepunkt erhitzt? Hat in der Backstube ein gläubiger Jude den Ofen eingeschaltet? Was genau sich hinter den Bezeichnungen «koscher» und «halal» verbirgt, ist im Detail teilweise hochkompliziert und geht auf die Heiligen Schriften von Juden und Muslimen zurück. Es ist daher für viele Gläubige ein wichtiger Bestandteil ihrer Glaubenspraxis. Dass koschere und halal-Lebensmittel im Trend liegen, zeigt sich an verschiedenen Aspekten