Libanon – Gefangen im Chaos
Der Libanon: 18 unterschiedliche, teils verfeindete Religionsgemeinschaften leben in einem de facto handlungsunfähigen Staat, in dem jeder vierte Einwohner ein Geflüchteter ist. Einst als «Schweiz des Orients» betitelt, erscheint der Libanon als westliches Paradies – gefangen in der Hölle des Nahostkonflikts. Der französische Kolonialismus, die Unabhängigkeit Libanons, die Gründung des Staates Israel, das Entflammen des Nahostkonflikts, der Kalte Krieg, der Terrorismus der 1970er Jahre und die israelische Interventionspolitik – all das entfaltet seine Wirkung auf den Libanon. Wer die Hauptstadt Beirut besucht, findet sich in einer Metropole wieder, die über ein pulsierendes Nachtleben, atemberaubende Strände, eine lebendige Kunstszene und zahlreiche Intellektuelle verfügt. Die Kehrseite der Medaille: Die Stadt ist Anziehungspunkt von Terrororganisationen, Rückzugsort für Warlords und Drogenhändler sowie Kulisse für geheimdienstliche Tötungskommandos. Der Blick in den Libanon eröffnet ein Panorama der Weltpolitik
