Heisse Küste (Un barrage contre le Pacifique)

Indochina, 1931: Die Witwe eines französischen Siedlers (Isabelle Huppert) versucht verzweifelt, sich und ihre beiden Kinder Suzanne (Astrid Bergès-Frisbey) und Joseph (Gaspard Ulliel) vor der endgültigen Verarmung zu bewahren. Seit dem Tod des Vaters bewirtschaften sie ihr unfruchtbares Land, das der Ozean jedes Jahr überschwemmt. Für den Kauf des Landes wurden sämtliche Ersparnisse aufgebraucht; als ein reicher chinesischer Landbesitzer, Herr Jo (Randal Douc), sich für die junge Suzanne interessiert, sieht die kranke Mutter in einer Heirat der Tochter die Chance, aus dem Elend herauszukommen. Rithy Panh hat den gleichnamigen Roman von Marguerite Duras über den aussichtslosen Kampf einer Mutter gegen Armut, Hoffnungslosigkeit und Korruption gekonnt adaptiert (FR 2007) und zu einer flammenden Anklage gegen die französische Kolonialpolitik dieser Zeit stilisiert