Unsere Angst – Erforschung eines Urgefühls
Bei Angstreaktionen übernimmt im Gehirn die Amygdala die Kontrolle über Körper und Geist. In den letzten Jahren ist es Wissenschaftlern auf der ganzen Welt gelungen, die menschliche Angst weiter zu entschlüsseln und völlig neue Ansätze für Therapien zu entwickeln. Die niederländische Forscherin Merel Kindt zum Beispiel behauptet, eine Pille gegen die Angst entdeckt zu haben. Eine dreiminütige Konfrontation mit der angstauslösenden Situation, danach eine Nacht Schlaf und ein Betablocker – und schon sollen Menschen mit Klaustrophobie, Angst vor Spinnen, Mäusen oder gar Hühnern völlig angstfrei sein. Unser Angstgedächtnis sorgt dafür, dass wir bedrohliche Erlebnisse nicht vergessen. Am Universitätsklinikum Freiburg untersucht das Team um die Psychiaterin Katharina Domschke die Ursache von Panikattacken. Überaschende Erkenntnis für Betroffene: Viele Angstanfälle werden unbewusst von den Patienten selbst ausgelöst oder provoziert. Wie genau, zeigen die Experten im Laborversuch. Wie beeinflusst die Corona-Pandemie unser Angstempfinden? Weshalb gruseln sich viele Menschen so schrecklich gern, und welche positiven Effekte hat das?
