Agent Orange

Zwischen 1961 und 1971 versprühte die US-amerikanische Armee grossflächig mit Flugzeugen und Hubschraubern das chemische Entlaubungsmittel Agent Orange über Vietnam. Die Militäroperation mit dem Namen Ranch Hand sollte der kommunistischen Vietcong-Guerilla die Tarnung im dichten Dschungel erschweren und ihr durch die Zerstörung von Nutzpflanzen gleichzeitig auch die Nahrungsgrundlage entziehen. Aufgrund der hohen Toxizität wurde der Einsatz von Agent Orange durch die US-Army letztendlich verboten. Einer der Bestandteile dieses tödlichen Produkts – TCDD, ein Dioxin, macht noch heute Menschen krank: Denn chemische Entlaubungsmittel werden weiterhin in der Land- und Forstwirtschaft, in Parks und auf Spielplätzen eingesetzt. Das Gift verändert das menschliche Erbgut und führt bei Menschen weltweit zu Behinderungen und Krebserkrankungen. In Vietnam kommen bereits in der vierten Generation Kinder mit schwersten Fehlbildungen auf die Welt – fast 50 Jahre, nachdem das Herbizid eingesetzt wurde. Der Dokumentarfilm enthüllt die Interessen der Chemiefirmen, die versuchen, den Skandal zu vertuschen, und stellt die Aktivisten vor, die ihn ans Licht bringen wollen