Samurai ohne Schwert

Kann ein Samurai noch tiefer sinken als Kanjuro Nomi (Takaaki Nomi)? Alt und gebeugt, mit hängenden Schultern und leerer Schwertscheide humpelt der Mann durch den Wald, in respektvollem Abstand gefolgt von seiner Tochter Tae (Sea Kumada), für die er kaum etwas Aufmerksamkeit übrig hat. Nach dem Tod seiner Frau hat Kanjuro Nomi das Schwert niedergelegt und ist zum Deserteur geworden. Doch was passiert mit einem Samurai, der nicht kämpfen will? Todesstrafe. Auf ihn ist ein Kopfgeld ausgesetzt. Als die Häscher des Fürsten den Vogelfreien überwältigen und ihn dem Herrscher vorführen, lautet das Urteil Seppuku, ritueller Selbstmord. Der Fürst gibt ihm jedoch eine letzte Bewährungschance – sollte es ihm gelingen, innerhalb von 30 Tagen dem Sohn des Fürsten ein Lächeln zu entlocken, wird er begnadigt. In «Samurai ohne Schwert» (JP 2011) vereint Hitoshi Matsumoto Familiendrama und ironischen Abgesang auf die Samurai-Zeit