Mein Onkel Archimedes (Muj strycek Archimedes)

«Ehre der Arbeit!» – aber nur, wenn sie gut bezahlt wird. Der aus Griechenland geflüchtete Immigrant Archimedes (Ondrej Vetchy) kommt 1949 ohne Hab und Gut und ohne ein Wort Tschechisch zu sprechen in der Stadt Brno unter. Als überzeugter Sozialist glaubt Archimedes an eine gerechte und freie Welt – und hofft, diese in der Tschechoslowakei endlich gefunden zu haben. Trotz Archimedes etwas eigener Ansichten akzeptieren die Nachbarn Karel (Miroslav Donutil) und Jarmila (Veronika Freimanova) ihn und seine Familie und helfen ihnen im Alltag. Als Archimedes befürchtet, dass seine Mutter im Sterben liegt, und seine Illusion von sozialistischem Frieden und Gerechtigkeit zerstört wird, will er nach Hause zurückkehren. Zwei Fluchtversuche scheitern – der dritte ist bereits geplant … Eine Geschichte aus der tschechischen Nachkriegszeit, die – wäre sie nicht durchgehend komödiantisch inszeniert – das Zeug zu einer echten Tragödie hätte. Doch der Film (CZ/FR/DE 2017) von George Agathonikiadis schafft es, immer noch einen draufzusetzen