Sternstunde Kunst. Raffael – Getrieben von Schönheit, Eros und Ehrgeiz

Raffaelo Santi verstarb am Karfreitag des Jahres 1520. Er wurde nur 37 Jahre alt und erschuf doch ein Werk, das ihn neben Leonardo da Vinci und Michelangelo zu einem der bedeutendsten Künstler der italienischen Renaissance werden liess. Berühmt machten ihn vor allem die Arbeiten, die er im Auftrag der Kirche erstellte. Allen voran die «Sixtinische Madonna», aber auch die Fresken, die Papst Julius II für die Stanzen, die Privatgemächer, bei ihm bestellte. Doch Raffael arbeitete auch für andere Auftraggeber. Der Bankier Agostino Chigi wünschte für den Gartensaal seiner Villa Deckenfresken mit Sujets sogenannt «ehrbarer Lust», bei denen Raffael seine Vorliebe für erotische Sinnlichkeit voll und ganz ausleben konnte. Der Film von Henrike Sandner folgt den Schlüsselwerken des Malergenies und beleuchtet auch einige wichtige biografische Stationen, unter anderem die Kindheit Raffaels im kleinen Städtchen Urbino, die er in einer wohlbehüteten Familie und mit einem Vater, der selbst ein begnadeter Maler war, verbringen durfte