CH:Filmszene.Thuletuvalu

In Thule, dem nördlichsten bewohnten Ort der Erde, fahren die Männer bei Temperaturen bis unter vierzig Grad in Fellkleidern und mit Hundeschlitten zur Jagd, um ihre Familien und ihre Hunde zu ernähren. Die Bewohnerinnen und Bewohner von Tuvalu leben in den endlosen Weiten des Pazifiks auf schmalen Korallenriffen und ernähren sich von Fischen, Kokosnüssen und selbst angebautem Gemüse. Trotz der riesigen Entfernung zwischen den beiden Orten sind Thule und Tuvalu zunehmend schicksalshaft miteinander verbunden. Sei es beim Jagen oder beim Fischen, bei Eisfahrten oder beim Kanubau – das Meer prägt beiderorts als wichtigste Nahrungsquelle seit Generationen das ganze Dasein der Einheimischen. Hier wie dort sind über die Jahrhunderte, in enger Abhängigkeit von der Natur und in der Abgeschiedenheit von der übrigen Welt, Lebensweisen entstanden, die sich bis heute erhalten haben. Durch die fortschreitende Erderwärmung sind sie aber infrage gestellt. In «Thuletuvalu» (CH 2011) verdeutlicht Matthias von Gunten wie der Klimawandel das Leben in Nord und Süd verändert