Hölderlin – Dichter sein. Unbedingt!

Am 11.9.1806 wird Friedrich Hölderlin gewaltsam von seinem damaligen Wohnort Bad Homburg abtransportiert, nach Tübingen gebracht und in der psychiatrischen Abteilung einer Klinik interniert. 231 Tage wird er dort verbringen, nach damaligen, drastischen Methoden «therapiert» und schliesslich als unheilbarer Fall der Familie eines Tübinger Schreiners zur Pflege übergeben. 36 Jahre lebt der Dichter in einem Turmzimmer des Hauses, bis zu seinem Lebensende. Die Umstände seiner gewaltsamen «Inhaftierung» geben der Nachwelt bis heute Fragen auf. War Hölderlin ein ausgeflippter Spinner? Ein überirdisches Genie, dessen Leben nur im Wahnsinn enden konnte? Unter welchen biografischen und politischen Umständen hat er gelebt? Wofür hat er gekämpft? Was hat er riskiert? Ist es denkbar, dass Hölderlin gar nicht verrückt war, dass er seine Krankheit nur spielte, um politischer Verfolgung zu entkommen? Der Film montiert Spielszenen und dokumentarische Aufnahmen von Originalschauplätzen und Landschaften in Deutschland und Frankreich mit den Ermittlungen namhafter Expertinnen und Experten