Philippinen: Dutertes blutiger Drogenkrieg
Mitten in den Slums der philippinischen Hauptstadt Manila wütet ein blutiger Anti-Drogen-Krieg. 2017 lagen an jedem Wochenende Dutzende von Toten auf den Strassen der Stadt: verstümmelt, mit Klebeband gefesselt und geknebelt, erwürgt oder durch Kopfschuss ermordet. Präsident Rodrigo Dutertes brutaler Feldzug gegen Drogenkriminelle forderte laut Schätzungen mehr als 7’000 Opfer. Als 2017 der von Überwachungskameras gefilmte Mord an einem Teenager Schlagzeilen in allen Zeitungen des Landes machte, wurde die gesamte Polizeibrigade von Caloocan, einem der grössten Slums von Manila, entlassen, und Duterte versprach, seinen Drogenkrieg auszusetzen. Zunächst wurde ein neuer Polizeichef ernannt: Jemar Modequillo sollte Caloocan mit tausend neuen Polizisten säubern. Das Filmteam beobachtete Modequillos Männer und recherchierte ein Jahr lang in dem Slum, wo das Morden trotz der Ankündigung, die Übergriffe zu beenden, insgeheim andauerte. Zwar sank nach Modequillos Amtsantritt die Anzahl der von Uniformierten verübten Morde. Doch in den Strassen von Caloocan ging das Töten weiter, die Täter waren nunmehr vermummte Motorradfahrer
