Lachs und Avocado für Europa – Die dunkle Seite von Trend-Food
Lachs gehört eigentlich nicht in die Küstengewässer von Chile. Er ist auf der Nordhalbkugel heimisch, aber hier wächst er in Aquakulturen zur Schlachtreife heran. 700’000 dieser Raubfische züchten sie in Süden von Chile für den Weltmarkt. In den 1980er-Jahren war es noch ein Luxusprodukt, zu finden auf den Buffets der Reichen, mittlerweile ist Lachs aber zum Trend-Food geworden. Doch es gibt eine dunkle Seite des Booms. Weiter im Norden bauen Farmer Avocado im grossen Stil an. Ein Lebensmittel, das fast schon Kultstatus in den USA und in Europa erreicht hat: gesundes Fett, cremig, liegt es bei Veganern, Vegetariern und der wachsenden Hipster-Gemeinde der Metropolen im Trend. Mexiko produziert mehr Avocado als irgendwer sonst in der Welt. Das «grüne Gold» nennt man es dort, doch längst glänzt es nicht mehr, wie der Film zeigt. In Lateinamerika haben Globalisierung und der Boom von Lebensmitteln, die in den Industriegesellschaften zum Trend werden, nicht selten brutale Auswirkungen. Ausbeutung von Natur und Menschen, damit in der nördlichen Hemisphäre der Tisch gedeckt ist
