DokThema. Plastikmüll statt Mode – ersticken wir in Billig-Altkleidern?
Längst hat sich der Kleiderkauf vom Bedarf entkoppelt, ist zur Freizeitbeschäftigung geworden. 60 Kleidungsstücke kauft jeder Deutsche pro Jahr. Doch die vielen Billigklamotten – meist aus Fasermix – schaffen am Ende ihres Lebens Probleme. Billiger Fasermix lässt sich nicht recyceln, Outdoorbekleidung aus reinem Synthetik-Material taugt nicht einmal mehr als Putzlappen. Dazu kommt, dass Synthetikfasern beim Waschen Mikroplastik ins Abwassersystem abgeben, und dass auf den Transportwegen von Mode riesige Mengen an Plastikverpackungsmüll anfällt. Franziska Uhl macht all das fassungslos. Die angehende Textilingenieurin aus Reutlingen ist durch Studium und Nebenjobs zur Kritikerin der Textilindustrie und des ungebremsten Kleiderkonsums geworden. Auf der Suche nach Alternativen hat sie eine eigenwillige Lösung gefunden: Eine Naturfaser, die nicht extra produziert werden muss: Chiengora – Hundehaar! Gemeinsam mit einer Freundin hat sie inzwischen ein Start-up gegründet. Die ersten Wollknäuel liegen schon in den Ladenregalen
