Katholische Welt. Der Kapuziner Missionar Padre Ottavio

Als Pater Ottavio Fasano Mitte der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts auf die Kapverdischen Inseln gesandt wurde, fand er dort eine Welt vor, in der das Leid nicht nur den Alltag bestimmte, sondern in der die tiefe Trauer der Zurückgebliebenen keine Grenzen kannte. Das verarmte und dem Untergang geweihte alte Kolonialreich Portugal hatte die Menschen dort schlichtweg vergessen. Padre Ottavio war aus der Turiner Gegend gekommen und wollte als Kapuziner-Missionar den Ärmsten der Armen dienen. Heute blickt Padre Ottavio auf ein einzigartiges und wie von Wundern beseeltes Werk. Über tausend Häuser konnten mit der von ihm ins Leben gerufenen italienischen Hilfsorganisation AMSES gebaut werden. Ferner ein Radiosender, dann ein modernes, voll funktionierendes Krankenhaus auf der Insel Fogo – dem besten weit und breit. Agrarwirtschaftliche Betriebe mit italienischen Trauben und einer hochmodernen Produktionsstätte für prämierte Qualitätsweine kamen hinzu und ganz aktuell: das erste Hospiz Westafrikas