Richard Löwenherz. Ein König in der Falle
König, Kreuzritter, Gefangener: Richard Löwenherz umgibt ein Mythos, der bis heute fasziniert. Wenige historische Figuren des Mittelalters sind so schillernd wie dieser englische König, der kaum in England lebte. 1192 wird Richard Löwenherz nach einem Kreuzzug auf der Heimreise bei Wien entführt. Diese wohl spektakulärste Kidnapping-Geschichte des Mittelalters ist von europäischer Tragweite. Einen heimkehrenden Kreuzfahrer gefangen zu nehmen, noch dazu einen König, ist ein ungeheurer Frevel zu dieser Zeit und wird vom Papst mit Exkommunikation geahndet. Trotzdem: Machtinteressen und persönliche Feindschaften brachten Richard hinter Gitter. Das Lösegeld, das Richard und seine Mutter Eleonore von Aquitanien aufbringen müssen, sprengt jede moderne Vorstellung. Doch wer sind seine Feinde? Sein Lehensherr und Jugendfreund Philipp II. Augustus gehört dazu – verfügt Richard doch über weit mehr Geld, Land und Macht als er. Auch in seinem intriganten Bruder Johann Ohneland hat Richard einen ehrgeizigen, aber politisch unerfahrenen Rivalen um den Thron
