Sterbehilfe. Politiker blockieren, Patienten verzweifeln
Der 48-jährige ehemaligen Feuerwehrmann Harald Mayer hat Multiple Sklerose. Er ist vollkommen bewegungsunfähig. Für jeden Handschlag braucht er einen Pfleger. Deshalb hat er, wie mehr als hundert andere Menschen auch, einen Antrag auf die Herausgabe des Medikaments Natrium-Pentobarbital gestellt. Das Mittel verspricht ein schnelles Sterben – es schläfert ein und führt dann zum Tod. Harald Mayer ist überzeugt, dass seine Chancen gut stehen, das Medikament zu bekommen. Im März 2017 hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig geurteilt, dass dieses Betäubungsmittel unter bestimmten Voraussetzungen herausgeben werden muss. Harald Mayer hofft auf selbstbestimmtes Sterben. Doch alle Anträge werden abgelehnt. Damit ignoriert Jens Spahn ein höchstrichterliches Urteil. Weshalb?
