Wenn die Rohstoffe knapp werden – Bauen mit Schutt

Europas Bauwirtschaft boomt, sie ist der Motor des Wirtschaftswachstums und einer der grössten Arbeitgeber. Doch dieser Trend hat enorme Schattenseiten: Der ökologische Fussabdruck ist riesig. Etwa 40 Prozent der globalen Ressourcen werden auf dem Bau verbraucht, dabei gibt es praktikable Alternativen: Viele Stoffe, die schon einmal der Natur entnommen wurden, können wiederverwendet werden. Städte sind ein riesiges, von Menschen geschaffenes Rohstofflager. Jedes neue Gebäude verschlingt riesige Mengen an Ressourcen. Zement, der überall zur Herstellung von Beton verwendet wird, gehört dabei zu den besonders grossen Klimasündern. Auf sein Konto gehen etwa acht Prozent des weltweiten CO2-Ausstosses. Und wichtige Rohstoffe wie Kupfer und Sand werden allmählich knapp. Höchste Zeit für ein Umdenken in der Branche: Experimente in Deutschland und Unternehmen in Wien, Amsterdam und Kopenhagen zeigen, dass es alternative Lösungswege gibt. Klimafreundliches Bauen ist möglich, denn viele der Stoffe, die wir bereits einmal der Natur entnommen haben, können wir wiederverwenden