CH:Filmszene. Die Vogelpredigt oder das Schreien der Mönche
Max und Polo, zwei in die Jahre gekommene Schauspieler aus Bern, machen sich auf die Suche nach ihrem ehemaligen Regisseur, um ihn von einer neuen Filmidee zu überzeugen. Sie wollen für einmal einen Publikumshit drehen. Um die Finanzierung soll sich Klopfi kümmern. Nach Irrfahrten und Pannen im nächtlichen, winterlichen Apennin gelangt das komisch-tragische Duo schliesslich zu Fuss und erschöpft lamentierend ins steinige und melancholische Umbrien. Dorthin hat sich der Regisseur zurückgezogen und beschäftigt sich mit Askese, Konsumverzicht und einer abstrusen Geschichte über die katholische Kirche. Als eremitierter Autorenfilmer hält er herzlich wenig vom Mainstream-Kino, steckt die beiden Besucher kurzerhand in Mönchskutten aus alten Schweizer Armeewolldecken und schleppt sie – zwecks Probeaufnahmen für die berühmte Vogelpredigt des heiligen Franziskus – in die umliegenden sibillinischen Wälder. Als Klopfi für die totale Totale einen Hügel besteigt und nicht wiederkehrt, sind Max und Polo total aufgeschmissen…
