Evangelische Perspektiven. Die unbekannte Seite Persiens

In Persien, dem heutigen Iran, hat die Mystik eine Jahrtausende alte Tradition und ist zugleich quicklebendig: Nicht nur mittelalterliche, persische Sufi wie Jelalladin Rumi sind weltberühmt. Auf Reisen durch das Land trifft die Autorin auch viele moderne muslimische Mystiker. Ihre Leidenschaft gilt nicht der Politik, sondern Gott – «Allah». In ihm sehen sie eine Wirklichkeit, die Menschen aller Kulturen verbinden und Frieden stiften kann! «Wenn uns immer bewusst wäre, dass Gott in uns lebt, würden wir automatisch bessere Menschen», versichern Sufi im Norden des Iran und suchen in der Meditation tanzend den Kontakt zur höchsten Wirklichkeit. Im Süden des Lands, in Schiras treffen sich allabendlich junge Leute am Grab des Mystikers Hafez und rezitieren seine Gedichte. In Teheran erforschen Studenten die Beziehung zwischen persischer und europäischer Mystik. «Die Mystik verbindet den Islam eng mit dem Judentum und dem Christentum», meint ein Dozent in der Universitätsstadt Qom