Mythos Tahiti
Louis Antoine de Bougainville – wenige wissen, dass er der erste Franzose war, dem es gelang, die Welt zu umsegeln. 1766 sticht der aufklärerische Entdecker von Brest aus in See, mit dem Ziel, neue Kontinente zu entdecken, Handelswege zu ergründen und damit den Anspruch Frankreichs auf die Weltmacht zu stärken. Neben ihm sind auch der Astronom Pierre-Antoine Véron und der berühmte Botaniker Philibert Commerson mit an Bord. Niemand konnte damals ahnen, dass diese Expedition nicht nur die französischen Gärten, sondern auch den Blick auf das alte Europa für immer verändern würde. Grund dafür ist ein Zwischenstopp auf der Südseeinsel Tahiti. Freie Menschen, die in einem paradiesischen Urzustand zu leben scheinen, sexuelle Freizügigkeit inklusive. Bougainvilles Reisebericht inspiriert Philosophen und Künstler zu Traktaten über sexuelle Freiheit oder den «edlen Wilden». Der Mythos Südsee war geboren und hält bis heute an
