DokThema. Der grosse Run auf die Berge – Herausforderungen für die Retter
Dreihundert Watzmann-Überschreitungen an einem schönen Sommertag! In den letzten Jahren ist die Zahl derer, die ihre Freizeit in den Bergen verbringen, immer weiter gestiegen – ein Trend, der in allen Alpenländern zu beobachten ist. Ob zu Fuss, mit dem E-Mountainbike auf den Gipfel oder im Klettersteig mit teils sehr hohen Schwierigkeitsstufen: Die Bergsportarten werden immer vielfältiger und locken neues Publikum. Auch die «digital natives» gehören mittlerweile dazu, die gerne mit Selfies und Videos ihre Abenteuer am Berg dokumentieren. Hinzukommt eine gewisse Servicementalität, ganz nach dem Motto: «Wenn ich nicht mehr weiterkann, geht’s heim mit dem Hubschrauber …» Auch die ältere Generation, die eigentlich eher genusswandern will, wählt oftmals anspruchsvolle Routen, wobei es an der Einschätzung der eigenen Fitness zuweilen hapert. Ein knappes Drittel wählt den Notruf nicht wegen einer Verletzung, sondern wegen Überforderung – die Folge von Selbstüberschätzung. Die meisten der tödlich Verunglückten sind zwischen 50 und 70 Jahre alt …
