Corleone – Pate der Paten. Der Fall
Der «Bestie» genannte Salvatore «Totò» Riina (1930–2017) galt fast 20 Jahre lang als einer der brutalsten und gefürchtetsten Paten der sizilianischen Mafia: Er hat im Laufe seines Lebens rund 40 Menschen ermordet und bis zu 4’000 umbringen lassen. Der aus dem Städtchen Corleone stammende Bauernsohn wurde zum «Boss der Bosse». Die Ermordung des Carabiniere Carlo Alberto Dalla Chiesa im Jahr 1982 war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Die Staatsanwaltschaft von Palermo gründete einen sogenannten Anti-Mafia-Pool und machte Jagd auf Salvatore «Totò» Riina. Das Richter-Team sollte auch gegen die wegen ihrer Verbindungen zur Mafia bis dahin unantastbaren Geschäftsleute und Politiker ermitteln. Daraufhin liess Riina den Ermittlungsrichter Rocco Chinnici mit einer Autobombe ermorden. Von nun an machten zwei junge Richter Palermos, Giovanni Falcone und Paolo Borsellino, den Kampf gegen die Mafia zu ihrer Lebensaufgabe. Aus Wut gab Riina 1992 zwei tödliche Sprengstoffanschläge auf die Richter Falcone und Borsellino in Auftrag …
