Heimatland

Am Rande von Köln, direkt hinter der Autobahn A1, liegt das grösste private Baugebiet Deutschlands: Widdersdorf. Mehr als 10’000 Menschen leben hier, die meisten sind neu. «Es ist wie im Weihnachtsmärchen», sagt Michael Kaiser, der den Stadtteil mit gebaut hat. «Maria und Josef auf dem Weg, eine Herberge zu suchen». Das habe sich hier 2000 Jahre später wiederholt: junge Familien, die sich auf den Weg machen, um eine Herberge zu finden. Was aber bedeutet Heimat? Wie unter einer Lupe lässt sich in Widdersdorf das verunsicherte Deutschland studieren. Was suchen die Menschen, die sich hoch verschulden, um hier sein zu dürfen? Wie entsteht auf einem Acker eine neue Heimat? Und was erzählt Widdersdorf über dieses Land, das aufgewühlt und aufgebracht wirkt, ob der Frage, wer oder was es sein will: Heimat für jeden? Oder nur für den, der hier geboren wurde? Pro Europa, weltoffen? Oder eine starke Nation, die ihre Grenzen schliesst?