War Photographer
James Nachtwey ist einer der renommiertesten Kriegsfotografen weltweit. Seine Bilder zeichnen sich aus durch Nähe und Authentizität. Sie erfassen eine Dimension des Grauens und der Zerstörung, die als menschliche Tragödie aufscheint. Seit 20 Jahren fotografiert Nachtwey in Krisengebieten dieser Welt: Afghanistan und Bosnien, Ruanda und El Salvador, Nordirland und Kurdistan, Somalia und Südafrika.
Der Schweizer Dokumentarfilmer Christian Frei folgt James Nachtwey mit speziellen Mikrokameras auf seinen aktuellen Recherchen im Nach-Kriegs-Kosovo, in Indonesien und Palästina. Hier zeigt Frei in eindrücklichen Sequenzen die Arbeitsweise des Fotografen. Er bewegt sich stets langsam und schweigsam durchs Gelände, geht auf die leidenden Menschen zu, sucht den Kontakt zu ihnen. Dabei bewegt er sich auf einem Grat: Zwischen dem Respekt für die Porträtierten und der Ausbeutung ihres Leidens ist nur ein schmaler, steiniger Weg. Nachtwey, der zumeist sehr zurückhaltend ist, erzählt über seine Motivation und skizziert sein Berufsethos. Dabei gelingt es dem Dokumentarfilm, Momente von aussergewöhnlicher Dichte und Glaubwürdigkeit zu schaffen.
Charles Martig, Filmbeauftragter Katholischer Mediendienst
charles.martig@kath.ch
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«War Photographer», Schweiz 2001, Regie: Christian Frei, Besetzung: Christiane Amanpour, Hans-Hermann Klare, Christiane Breustedt, Verleih: Look Now!, Internet: http://www.war-photographer.com
Kinostart: 28. Februar 2002
Zum Streamen gratis auf http://www.playsuisse.ch
