The Navigators
Ken Loach ist nach «Bread and Roses“» (2000) von Los Angeles in seine Heimat zurückgekehrt. Hier kennt er den Alltag der Leute, die Freuden und Sorgen der Arbeiterklasse. Mitten in der Privatisierung der Eisenbahnen in Grossbritannien erzählt er authentisch und überzeugend von den enormen Schwierigkeiten, die diese Strukturveränderungen für die Arbeitnehmer bringen. Dabei bleibt er der Idee der menschlichen Würde und des engagierten Kinos verbunden. «The Navigators» ist ein Manifest gegen die negativen Auswirkungen der Privatisierung und gleichzeitig eine Komödie. Erneut gelingt Loach das kleine Wunder, ganz nah an den Alltagserfahrungen der «Bähnler» zu bleiben und gleichzeitig einen universalen Horizont zu öffnen. Das ungeheure Debakel spielt sich ganz in unserer Nähe ab und dürfte auch für die Entwicklung der Bahnen in der Schweiz ein Lehrstück sein. Für sein engagiertes Kino mit Sinn für Humor und Solidarität hat der britische Regisseur am Filmfestival Venedig den Spezialpreis der internationalen katholischen Jury (OCIC) erhalten.
Charles Martig, Filmbeauftragter Katholischer Mediendienst
charles.martig@kath.ch
«The Navigators», GB 2001, Regie: Ken Loach, Besetzung: Dean Andrews, Tom Craig, Joe Duttine, Filmverleih: Filmcoopi, Zürich, http://www.filmcoopi.ch, Internet: us.imdb.com/Title?0279977, Kinostart: 21. März 2002
Links:
Bericht über das Filmfestival Venedig: https://www.medientipp.ch/berichte/be0137.htm
Katholische Jury OCIC: http://www.signis.net
