Schicksal eines Pflegekindes
Yanie ist 14 Jahre alt. In dieser schwierigen Lebensphase zwischen Kindheit und Erwachsenwerden muss er einen einschneidenden Umbruch bewältigen: Die Pflegeeltern, die ihn im Alter von zwei Jahren aufgenommen und grossgezogen haben, gehen in Rente. Yanies Mutter muss sich nach Verbüssen einer Gefängnisstrafe erst wieder in die Gesellschaft eingliedern und kann ihren Sohn nicht aufnehmen. Der Neuanfang in der ihm unbekannten Pflegefamilie ist für Yanie eine grosse Herausforderung, birgt aber vielleicht auch die Chance, alte Verhaltensmuster, die ihm das Leben schwer machen, hinter sich zu lassen. Der Film fängt die Phase der sogenannten Resilienz ein, in der Yanie Schutzmechanismen entwickelt, die ihm helfen, einen einschneidenden Umbruch in seinem Leben zu bewältigen. Dabei entsteht ein zweistimmiges Porträt des Jungen: Zum einen filmt die Regisseurin Ketty Rios Palma Yanie inmitten der vielen Erwachsenen, die für ihn entscheiden, zum anderen berichtet Yanie in seinem Tagebuch über den Wechsel
