All or Nothing
Mit «All or Nothing» kehrt Mike Leigh zu den Wurzeln seiner Kindheit zurück und zeigt das Leben der kleinen Leute aus einer heruntergekommenen Wohnsiedlung im Südosten Londons. Der Film nähert sich dem Alltag auf eine fast dokumentarische Weise, frei jeglicher moralischer Wertung und karikierender Überzeichnung.
Im Mittelpunkt stehen Phil, der Taxifahrer, seine Frau Penny und ihre beiden übergewichtigen, erwachsenen Kinder Rory und Rachel. Der ungepflegte Phil wirkt stumpf und gefühllos. Er steht immer zu spät auf und verdient nie genug Geld. Penny ist Kassiererin in einem Supermarkt und führt abends völlig übermüdet den Haushalt. Der arbeitslose Rory verbringt seine Zeit vor dem Fernseher. Und Rachel, die als Putzhilfe in einem Altersheim arbeitet, frisst all ihren Kummer stumm in sich hinein.
Als Rory bei einer Rauferei wegen eines angeborenen Herzfehlers plötzlich zusammenbricht, kommt es an seinem Krankenbett zwischen Penny und Phil zu einer neuen Begegnung.
Hans Hodel, Filmbeauftragter Reformierte Medien
«All or Nothing», GB/France 2002, Regie: Mike Leigh, Verleih: Frenetic Films, Bachstrasse 8, 8038 Zürich, Telefon: ++41 (0)1 483 06 60, Fax: ++41 (0)1 483 06 61, E-Mail: mailto@frenetic.ch, Internet: http://www.frenetic.ch
Kinostart: 9. Januar 2003
