Einer von uns: Der Homo sapiens. Die afrikanische Wiege (1/5)

Ostafrika galt lange als die Wiege der Menschheit, denn dort entdeckte man die ältesten Überreste des Homo sapiens. 1967 kam eine internationale Expedition auf der Suche nach menschlichen Fossilien in den Süden Äthiopiens. Und sie fanden tatsächlich die Überreste von drei prähistorischen Menschen. Das vollständigste Skelett war das von Omo I. Aber in den 60ern konnte niemand sagen, wie alt es genau war, ob 20’000, 30’000 oder 100’000 Jahre. Drei Jahrzehnte lang war Omo I ein Fossil, das seiner Geschichte harrte. Neue Studien legen jedoch nahe, dass der moderne Mensch in mehreren afrikanischen Gegenden gleichzeitig auftrat. Die DNA eines afroamerikanischen Sklaven aus dem 19. Jahrhundert zeigte zudem, dass sich der Homo sapiens in Afrika noch lange nach seiner Abspaltung mit anderen Hominiden fortpflanzte und so seinen Gen-Pool entscheidend erweiterte. Die Dokumentation erzählt, wie sich der Mensch entwickelte und auf der ganzen Erde ausbreitete