Die Milch von Madonna

Tapdiq Huseynli hat einen grossen Traum: Er will eine europäische Milchkuh in sein Dorf in den Bergen von Aserbaidschan bringen und so die Lebensbedingungen seiner Familie verbessern. Er beschliesst, die Kuh «Madonna» zu nennen. Seine Idee bringt die Dorfgemeinschaft durcheinander. Die Alten sehen eine Bedrohung in der ausländischen Kuh. Tapdiq erfährt rasch, dass man schnell im Abseits steht, wenn man Dinge ausserhalb der Norm macht. Er versucht, sich gegen die konservative Haltung im Dorf durchzusetzen und seinen Traum einer eigenen europäischen Kuh zu verwirklichen. Regisseur Imam Hasanov: «Während des gesamten Prozesses zur Herstellung dieses Films ist die Kuh Madonna eine Metapher geworden. Eine Metapher für gestern und morgen, für die Vergangenheit und die Zukunft und für das Aufeinandertreffen von Ost und West. Die Ausdauer Tapdiqs lehrt uns, trotz aller Schwierigkeiten für neue Einflüsse und Kulturen offen zu sein und nie unsere Ideale oder Träume aufzugeben.»