Geschichte im Ersten. Geheimnisvolle Orte: Die Synagoge mit der goldenen Kuppel

Als die «Neue Synagoge» 1866 in Berlin eingeweiht wurde, kam selbst der preussische Ministerpräsident und spätere Reichskanzler Bismarck und war beeindruckt vom Bau mit der goldenen Kuppel. Diese Synagoge erinnerte – ganz bewusst – an die spanische Alhambra. Ein Wunder der Baukunst und der Politik. Die «Neue Synagoge» war ein sichtbares Zeichen der Toleranz und Akzeptanz gegenüber Juden und gleichzeitig eine Provokation für Antisemiten: Sie war ein Symbol für das Selbstbewusstsein der jüdischen Gemeinschaft. Die Hoffnung, in der deutschen Gesellschaft angekommen zu sein, trug über sechs Jahrzehnte und zerbrach endgültig in der Pogromnacht vor 80 Jahren – am 9. November 1938. 1943 wurden grosse Teile des Gebäudes in einer Bombennacht zerstört. Erst in den 1990ern wurde die Synagoge als «Centrum Judaicum» mit restaurierter Fassade und neugebauter Kuppel wieder aufgebaut, doch ohne ihr Herzstück – die grosse Hauptsynagoge