Van Gogh

Im nordfranzösischen Auvers-sur-Oise, Sommer 1890. Hier verbringt Vincent van Gogh (Jacques Dutronc) seine letzten zwei Lebensmonate. Er folgt dem dringlichen Rat seines Bruders Theo (Bernard Le Coq), sich bei Dr. Gachet (Gérard Séty) behandeln zu lassen. Dieser soll ihn von seinen Kopfschmerzen und Depressionen befreien, an denen er seit seinem Nervenzusammenbruch in Arles leidet. Van Gogh hofft nach den vielen Liebesenttäuschungen, die ihn in eine geistig-seelische Apathie führten, bei Dr. Gachets 19-jähriger Tochter Marguerite (Alexandra London) ein reines Glück zu finden. Diese eigenwillige junge Frau ergibt sich ihm in bedingungsloser Liebe. Maurice Pialats biografischer Film (FR 1990) verzichtet darauf, ein Künstlerporträt um den Mythos eines melancholischen alten Mannes zu komponieren. Stattdessen erlebt der Zuschauer einen unausgeglichenen Eigenbrötler