CH:Filmszene. Stille Reserven
In einer nicht allzu fernen Zukunft ist Wien eine düstere Stadt mit einer Zweiklassengesellschaft geworden. Ein skrupelloser Versicherungskonzern hat die Macht übernommen und verkauft sogenannte Todesversicherungen. Wer sich eine solche nicht leisten kann, wird nach dem Tod in einem Dämmerzustand gehalten, damit der Körper ausgebeutet werden kann, als Ersatzteillager, als Informationsspeicher oder als Gebärmaschine. Der Versicherungsagent Vincent Baumann (Clemens Schick) verdient sein Geld mit dem Verkauf von Versicherungen. Er soll dem einflussreichen Industriellen Sokulov endlich eine Versicherung verkaufen. Dabei lernt er dessen Tochter Lisa (Lena Lauzemis), die sich einer Rebellengruppe angeschlossen hat, die für ein Recht auf den Tod kämpft, kennen. Während sich das System langsam gegen Vincent selbst richtet, entdeckt dieser in der faszinierenden Lisa etwas ihm zuvor Unbekanntes: Menschlichkeit. Valentin Hitz‘ flirrendes Katz- und-Maus-Spiel (CH/DE/AT 2016) beschäftigt sich auf innovative Weise mit dem Thema Tod und dem Recht auf Selbstbestimmung
