kreuz und quer. Entschleunigung und Ruhestand

Steckt man mitten im Berufsleben, klagt man nur allzu oft über das Hamsterrad, in dem man läuft und läuft und läuft. Ab dem Tag der Pensionierung steht dieses plötzlich still. Die grösste Herausforderung besteht darin, sich selbst eine zufriedenstellende Struktur zu geben und jenseits des Jobs Sinn im Leben zu finden. Glaubt man Experten, dann laufen rund ein Viertel der Österreicher Gefahr, einen Pensionsschock zu erleiden. Besonders betroffen sind Männer, die in Jobs mit hohem Sozialprestige tätig waren und jene, die ihren Job sehr gerne ausüben, den Grossteil ihrer Sozialkontakte aus ihrem Arbeitsumfeld beziehen und andere Interessen zugunsten ihres Berufs zurückgestellt haben. Sie sind gefährdet, in ein so genanntes «schwarzes Loch» zu fallen, mit ihrer Zeit nichts mehr anzufangen zu wissen und depressiv zu werden