Die Spiegel-Affäre
17 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg hält Franz-Josef Strauss (Francis Fulton-Smith) die Devise «lieber tot als rot» hoch. Dagegen wehrt sich der Herausgeber und «Spiegel»-Gründer Rudolf Augstein (Sebastian Rudolph) vehement. Strauss will den drohenden Atomkrieg durch ein «Gleichgewicht des Schreckens» verhindern. Augstein hingegen ist überzeugt, dass die Politik des Wettrüstens früher oder später unweigerlich in die Katastrophe führen muss. Dabei sind beide sich in einem Punkt einig: Nie wieder Krieg! Nach einem Treffen in Augsteins Haus 1957 gibt meint dieser: «Dieser Mann ist gefährlich. Er darf niemals Kanzler werden.» Der barocke Macht- und Instinktmensch Strauss, ein brillanter und taktisch versierter Politiker, nutzt jedes Mittel zur Durchsetzung seiner Politik. Augstein greift Strauss bei jeder Gelegenheit an. Dieser «Kalte Krieg im Kleinen» kulminiert im Herbst 1962, zeitgleich zur Kuba-Krise … Die Geschichte von Moral und Pressefreiheit, die Roland Suso Richter fesselnd erzählt (DE 2014), ist heute hochaktuell
