Glauben. Tanes Kinder

Vor mehr als 700 Jahren trafen die ersten Maori mit ihren Doppelrumpfkanus an der neuseeländischen Küste ein. Die aus dem Osten Polynesiens stammenden Einwanderer brachten eine Schatztruhe religiöser Gebräuche und Vorstellungen mit sich. Mit ihrer Ankunft hielten Gottheiten wie Tane, der Gott des Waldes, Papa und Rangi in Neuseeland Einzug. Auch Tapu – das Tabu – betrat den bis dahin menschenleeren Archipel: eine magische Kraft, die bestimmte Orte und Objekte umgibt. So gibt es heilige Plätze, die ein Maori nicht betreten darf, ohne dass dies eine Bestrafung nach sich zieht. Die Führer der einzelnen Stammesgemeinschaften waren dafür zuständig, das religiöse Wissen der neuseeländischen Ureinwohner zu vermitteln und zu schützen – bis über ihren Tod hinaus. Nach ihrem Ableben sollen sie sich in Sterne verwandelt haben, um so vom Himmel herab bis heute über ihre Schutzbefohlenen zu wachen