Evangelische Perspektiven. 70 Jahre Weltkirchenrat

Im Sommer 1948 wurde in Amsterdam angesichts des Elends zweier Weltkriege der Ökumenische Rat der Kirchen (= Weltkirchenrat) gegründet. Erstmals in der Geschichte fanden Anglikaner und Lutheraner, orthodoxe, reformierte und viele andere Christen unter einem Dach zusammen. Die katholische Kirche trat dem Rat nie bei, arbeitet aber seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil eng mit ihm zusammen. Heute hat sein Engagement für «Frieden und Gerechtigkeit» neue Schwerpunkte: Man fördert die Position der Frauen in den Kirchen, kämpft gegen Nuklearwaffen oder vermittelt in Konfliktregionen wie dem Nahen Osten. Doch wie kann der Kontakt mit jenen Christen ausgebaut werden, die sich bisher einer Kooperation verschliessen? Welche Impulse braucht die ökumenische Bewegung, um ihrer Berufung im dritten Jahrtausend langfristig gerecht zu werden?