Zwischen Moral und Milliarden
Der Schweizer Whistleblower Christoph Meili, ehemaliger Wachmann bei der Schweizerischen Bankgesellschaft, wurde zum internationalen Medienstar, weil er historisch brisante Bankbelege vor dem Schredder rettete und sie jüdischen Organisationen zuspielte. Der Fall Meili entwickelt sich in der Folge zum GAU für die «Task-Force Schweiz-Zweiter Weltkrieg» unter Sonderbotschafter Thomas Borer, der die Schweizer Position im Konflikt um nachrichtenlose Vermögen und Raubgold aus dem Zweiten Weltkrieg auf Schweizer Banken zu vertreten hatte und den international lädierten Ruf der Schweiz aufpolieren sollte. Als «nachrichtenlose Vermögen» bezeichnet man Gelder und Wertgegenstände auf Schweizer Banken, die dort von mutmasslichen Opfern des Holocaust hinterlassen waren. Die Banken informierten Nachfahren und Erben nicht über diese Vermögen. Meili und Borer, zwei Männer mit Karrieren, wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten, ziehen Bilanz über ihr Tun in der grössten aussenpolitischen Krise der Schweiz seit dem Zweiten Weltkrieg
