Passage. The Indian Dream – oder: Wie wird man Musiker in Indien?
Für Musikerinnen und Musiker ist Neu Delhi ein hartes Pflaster: Musiklehrerinnen und -lehrer sind rar und teuer, es gibt wenige und noch weniger bezahlte Auftrittsmöglichkeiten. Überleben kann man eigentlich nur, wenn man kommerziell unterwegs ist – denn in Indien gibt es vergleichsweise kaum Kulturförderung. Da ist der Pianist Sahil Vassundeva aus gutbürgerlichen Hause. Seine Mission: dem indischen Publikum Chopin und Beethoven näher bringen. Da ist Suhrid Manchanda, der vor einigen Jahren aus den USA nach Delhi zurückgekommen ist und nun durchstartet, indem er kommerzielle Trapmusik für den Club und das indische Musikfernsehen produziert. Und da ist der Soundkünstler Ruhail Quaisar, der aus einer armen, muslimischen Familie aus dem Himalaya nach Delhi kommt, auf der Suche nach Gleichgesinnten
