Lebenslinien. Marianne Koch – Ärztin auf dem roten Teppich

Ihrer alleinerziehenden Mutter verdankt Marianne Koch zwei Eigenschaften, die ihr im Beruf und in Krisen stets Halt gegeben haben: Selbstständigkeit und Selbstvertrauen. Entdeckt wird die junge Medizinstudentin, als sie in den Filmstudios in Geiselgasteig jobbt. 1955 gelingt ihr der Durchbruch in «Des Teufels General» mit Curd Jürgens und bald bekommt sie so viele Rollenangebote, dass sie ihr Studium aufgibt.  In «Lebenslinien» erzählt Marianne Koch erstmals öffentlich von ihrem leiblichen Vater, dem jüdischen Arzt Rudolf Schindler, der wegen des Nazi-Regimes nach Amerika fliehen musste. Sie lernt ihn erst kennen, als sie mit Mitte 30 in Hollywood dreht. In der schmerzlichsten Phase ihres Lebens, der Scheidung von dem Arzt Gerhard Freund, beendet sie ihre Filmkarriere und setzt ihr Studium fort