Fenster zum Sonntag. Nichts als Lügen

Stephanie O. lügt. Sie lügt viel, gerne und ohne Hemmungen. Jahrelang erzählt sie ihren Freundinnen und Arbeitskolleginnen von ihrem Freund. Sie zeigt Textnachrichten und fliegt mit ihm sogar in den Urlaub. Bis das Lügengerüst zusammenbricht. Manchmal schleichen sich auch Lügen ein, ohne bemerkt zu werden. Thomas M. hat von klein auf Mühe in der Schule, er versteht sich nicht mit seinen Mitschülern. Er ist überzeugt: «Ich bin nichts wert». Auch als junger Erwachsener beherrscht diese Lüge sein Leben so lange, bis er einen Schlussstrich ziehen möchte. Doch als er seine Frau verlässt, merkt er, dass dem nicht so ist. Doch ist es für die Wahrheit zu spät? Die Lüge ist mächtig. Sie kann Leben retten und zerstören. Kriege werden durch sie ausgelöst, ganze Existenzen ruiniert. Und doch ist sie alltäglich