Theo.Logik. Die Kirche und das Geld
Limburg, Hamburg, Eichstätt – drei katholische Bistümer, drei Finanzdebakel: Vor vier Jahren hat der ehemalige Bischof von Limburg Kirchengelder in Millionenhöhe für ein Luxuspalais verprasst, Ende vergangenen Jahres verkündete das Erzbistum Hamburg die eigene Pleite und jetzt gesteht die Eichstätter Bistumsleitung grosse Vermögensverluste wegen fragwürdiger Immobilienspekulationen ein. Alle drei Fälle werfen die Frage auf, wie verantwortungsvoll die Kirche mit ihrem Vermögen umgeht – egal, ob es sich um die katholischen Bistümer oder um die evangelischen Landeskirchen und Einrichtungen handelt. Für dieses Jahr wird der Prozess gegen ehemalige Mitarbeiter des Münchner Seniorenstiftbetreibers Augustinum (Teil des Diakonischen Werkes) erwartet, das um 170 Millionen Euro geprellt wurde, und zwar von Teilen der hauseigenen Geschäftsleitung. «Theo.Logik» fragt deshalb: Warum ist das Unternehmen Kirche so anfällig für Betrug, Spekulationen, und Fehlkalkulationen? Fehlt es an Transparenz, Kontrolle, Know-How?
