Rom am Rhein. Blüte und Bedrohung (2/3)
Stadt um Stadt wird in den römischen Provinzen am Rhein gegründet: Mainz, Heidelberg, Strassburg, Trier und Aachen – um nur einige zu nennen. Es war die geniale Idee des Kaisers Augustus, durch Teilhabe an den zivilisatorischen Errungenschaften Roms die Unterworfenen zu integrieren. Viele Germanen verstehen sich bald nur noch als römische Bürger. Geschützt vor den räuberischen Germanenstämmen wird das Imperium durch den Limes, Grenzbefestigung zwischen Rhein und Donau. Als er aufgegeben werden muss, wird der Rhein zur stark befestigten Frontlinie. Römische Veteranen erhalten nach ihrer Dienstzeit Land. So entsteht auch in den römischen Provinzen am Rhein eine florierende Gutswirtschaft mit prächtigen Landvillen. In dieser Welt haben auch die ersten christlichen Gemeinden ihren Platz. Als sie sich weigern, dem Kaiser als Zeichen ihrer Loyalität gegenüber Rom Opfer darzubringen, lässt sie Diokletian in der reichsweiten Christenverfolgung ab 303 auch in Germanien hinrichten
