Wissen. Slumschulen als Geschäftsidee
Der Unterricht an öffentlichen Schulen in Afrika ist zumeist ein Trauerspiel: Lehrer kommen nicht und ein Grossteil der Schüler fällt durch die Prüfungen. Neuerdings schiessen jedoch private Grundschulen auch für die Ärmsten aus dem Boden; und die bezahlen überraschend gern für den Unterricht. Marktführer in Kenia ist die von Bill Gates geförderte Kette Bridge International Academies: In mittlerweile über 500 kargen Schulgebäuden stehen Lehrer mit einem Tablet und vermitteln den Kindern exakt vorgeschriebene Inhalte – überwacht per Internet. Lehrergewerkschaften und viele lokale Bildungsaktivisten laufen Sturm gegen die angebliche Geschäftemacherei auf dem Rücken der Ärmsten. Trotzdem setzen sich die kommerziellen Schulen zusehends durch. Denn deren Schüler schneiden bei Prüfungen weit besser ab als Schüler öffentlicher Schulen
