Reporter. Letzter Halt Nordkorea – Ein Leben hinter dem eisernen Vorhang

Nach vier Jahren in Nordkorea gerät Thomas Fisler immer häufiger ins Grübeln. Er werde das Land nie verstehen, sagt der gelernte Maurer, der sein Leben lang durch die entlegensten Winkel der Erde gezogen ist. Als Diplomat ist er es gewohnt, den pompösen Schauveranstaltungen des nordkoreanischen Regimes beizuwohnen und gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Beklagen will sich Thomas Fisler nicht über sein Leben in der abgeschotteten Diktatur der Kim-Familie. Hinter den Mauern des diplomatischen Bezirks lässt sich auch in Nordkorea gut leben, mit harter Währung in den Taschen sowieso. Denn trotz Wirtschaftssanktionen sind die Regale der Einkaufsläden von Pjöngjang erstaunlich voll. Pjöngjang ist die letzte Station in Thomas Fislers Karriere bei der DEZA