Freundschaft mit einem Monster

(medientipp) Der israelische Film «Abulele» erhielt am Filmfestival für Kinder und Jugendliche im tschechischen Zlín den Preis der Ökumenischen Jury.

«Abulele» (Israel 2015) erzählt die Geschichte einer unkonventionellen Freundschaft. Der zehnjährige Adam fühlt sich nach dem Unfalltod seines Bruders allein gelassen. Sein Leben nimmt eine radikale Wende, als er sich mit dem uralten und freundlichen Monster Abulele anfreundet. Doch Abulele ist in Gefahr, denn eine Spezialeinheit der Regierung will das riesige Wesen fangen. Aber die Truppen haben ihre Rechnung ohne Adam gemacht, der alles unternimmt, um seinen Freund Abulele zu retten.

Erfrischende Perspektiven auf schwere Themen
Der Kinderspielfilm des jungen israelischen Regisseur Jonathan Geva überzeugte die Ökumenische Jury: «Das Publikum muss sich ständig mit den Vorurteilen auseinandersetzen, die wir mit bestimmten Figuren verbinden, und lernt, dass Menschen (und andere Wesen) immer anders sind, als sie auf den ersten Blick erscheinen». Auf erfrischende Weise und mit einer ausgewogenen Mischung aus Humor und Dramatik, bringe «Abulele», so die Jury, dem jungen Publikum schwere Themen wie Kummer und Vorurteile näher.

Die von den kirchlichen Filmorganisationen Interfilm und Signis berufene Ökumenische Jury vergab neben dem Preis für «Abulele» noch eine Lobende Erwähnung für «La vie est grand – Learn by Heart» (Frankreich 2015). Regisseur Mathieu Vadepieds Jugendfilm handelt von einem Jungen, der unter schwierigen Bedingungen versucht, seinen Mitmenschen etwas Gutes zu tun. «La vie est grand», so die Jury, sei ein gelungenes Gesellschaftsdrama mit einer äusserst charmanten Hauptfigur. Die Hervorherbung der Bedeutung der Mitmenschlichkeit für ein besseres Leben überzeugte die Jury.

Kirchenjury am Kinder- und Jugendfestival
Das Filmfestival für Kinder und Jugendliche findet jährlich in Zlín, der Heimat der legendären tschechischen Filmstudios, statt. Bei der 59. Ausgabe des Festivals, die vom 27. Mai bis zum 3. Juni lief, waren die französische Drehbuchautorin Delphine François, ihr tschechischer Kollege Vít Poláček und die Filmkritikerin Astrid Skov-Jakobsen aus Dänemark als Mitglieder der Ökumenischen Jury präsent, um besonders herausragende Wettbewerbsbeitrage auszuzeichnen.

http://www.zlinfest.cz/en/
http://www.inter-film.org/de/festivals/filmfestival-zlin/56-filmfestival-zlin